Andreas Biller, StD

Die Einführung junger Menschen in die Welt der Arbeit beschränkt sich nicht auf die Einübung spezifischer Fertigkeiten. Dazu gehört auch die Förderung in ihrer charakterlichen Entwicklung, in ihrer Verantwortungsbereitschaft, in ihrer Gemeinschaftsfähigkeit und ihrer Suche nach Sinn und erfülltem Leben. Beides ist notwendig: Die Vermittlung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die Hinführung zu kulturellen, ethischen und religiösen Werten.

Unsere Auszubildenden befinden sich in einer Phase der Neuorientierung. Die Loslösung vom Elternhaus, die Bestimmung der Lebensziele, das Zurechtfinden in Gesellschaft und Beruf werden von entscheidender Bedeutung. Fragen um Partnerschaft, Liebe und Sexualität spielen eine wichtige Rolle, aber auch die Erfahrung von Krankheit, Leid und Tod bewegen junge Menschen.

Dabei bietet der Religionsunterricht die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben, mit anderen Religionen sowie mit neu- und pseudoreligiösen Bewegungen. Auch Probleme, die Jugendliche beunruhigen, z.B. die Bedrohung des Friedens, die Frage der sozialen Gerechtigkeit, die Zerstörung der Umwelt, die Gefährdung durch Alkohol und Drogen und die Manipulation am menschlichen Erbgut, werden thematisiert. Im Religionsunterricht wird die Möglichkeit gegeben, Erfahrungen über diese Themen auszutauschen.